1. Pflegemanagement-Award 2023

Noch bis zum 30. September können die Kanditat:innen für den Pflegemanagement-Award 2023 in der Kategorie Nachwuchs-Pflegemanager:in nominiert werden. Dieser, und der Award für der oder die Pflegemanager:in des Jahres, werden vom Bundesverband Pflegemanagement und Springer Pflege Ende Januar 2023 in Berlin vergeben. Die Verleihung findet im Rahmen des Kongress Pflege statt. Den Link zur Nominierung: https://www.bv-pflegemanagement.de/nachwuchs-pflegemanager-des-jahres.html

Quelle: bv-pflegemanagement.de

2. Krankenkassen fordern Nachbesserungen am GKV-Finanzstabilisierungsgesetz

Am 23. September kam es zur 1. Lesung des GKV-Finanzstabilisierungsgesetztes im Deutschen Bundestag. Vorab gab es ein Apell der Verbände der Krankenkassen in Form einer Pressemitteilung. Sie riefen die Abgeordneten zu mehr Solidarität mit den Beitragszahler:innen der gesetzlichen Krankenversicherung, kurz GKV, auf. Ziel des Gesetzes ist es, sinnvolle Maßnahmen zu schaffen, um das Milliardendefizit der GKV auszugleichen. In der Mitteilung heißt es, die Maßnahmen seien „inkonsequent und widersprüchlich“ und zudem unfair verteilt. Zum einen müssen die Beitragszahler:innen mit einer Beitragserhöhung von 0,3% rechnen, während zum anderen milliardenschwere Entlastungspakete beschlossen werden, um die Menschen während der Energie- und Inflationskrise zu unterstützen. Durch die Beitragserhöhungen sollen rund 11 Milliarden von 17 Milliarden Euro gedeckt werden, also nur durch die Versicherten und Arbeitgeber:innen. Die Krankenkassenverbände appellieren an die Regierung andere Maßnahmen zu finden, wie zum Beispiel die Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel. Die abschließenden Worte der Pressemitteilung sind sehr passend gewählt: „Die sozialen Sicherheitssysteme sorgen für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt und für soziale Sicherheit im Land. […] Sorgen Sie dafür, dass auch die Finanzierung solidarisch gesichert bleibt.“

Quelle:aok.bv.de
Quelle: aerzteblatt.de

3. Ärzteschaft demonstriert gegen Abschaffung der Neupatientenregelung

Nicht nur die Krankenkassen sind unzufrieden mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz, sondern auch die Ärzteschaft. Konkret geht es um die extrabudgetäre Honorierung von Neupatienten, die sogenannte Neupatientenregelung, welche die Bundesregierung mit dem neuen Gesetz ab Januar 2023 abschaffen will. Schon seit zwei Wochen kritisieren Vertreter der Ärzteschaft die Sparpläne. Es werde zu einer schlechteren Versorgung von Patienten kommen und Wartezeiten würden länger werden, heißt es. Zu Beginn dieser Woche hat die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg zu Protesten gegen die Abschaffung der Neupatientenregelung aufgerufen. Vertragsärzt:innen, Physiotherapeut:innen und alle anderen Praxismitarbeitenden sollen am 5. Oktober zunächst an einer Fortbildung, und dann an der Protestveranstaltung teilnehmen, während die Praxen geschlossen bleiben.

Quelle:kbv.de
Quelle: aerztezeitung.de

4. DBfK Nordwest gewinnt Preis für Impfkampagne

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe, kurz DBfK, hat den Bundesverband der Kommunikatoren-Award 2022 gewonnen und wir sagen herzlichen Glückwunsch! Der Preis wurde in der Kategorie Smart Budget gewonnen für die Impfaufklärungskampagne „Watzl Weekly“. Der DBfK hatte bereits Ende 2020 mit einem Webinar zum Thema Impfung für Pflegekräfte in Zusammenarbeit mit Carsten Watzl, Professor für Immunologie, gestartet. Daraus wurde dann schließlich „Watzl Weekly“, eine wöchentliche Aufklärungskampagne auf social Media mit Erklärungsvideos. Die Aufklärungsarbeit stieß auf positives Feedback und es wurden bis zu 71.000 Aufrufe auf YouTube erreicht. Und das mit einem Gesamtbudget von weniger als 2.000 Euro.

Quelle: dbfk.de
Quelle:springerpflege.de

5. Stellungnahme zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht

Schon vor zwei Wochen berichteten wir über Diskussionen zum Thema einrichtungsbezogene Impfflicht. Jetzt liegt uns hierzu eine Stellungnahme des Bundesverbands Pflegemanagement vor. Auf der Grundannahme, dass der Verband das Impfen primär für sinnvoll befindet, wurden einige Punkte herausgearbeitet. Zunächst wird auf den Personalmangel in der Pflege hingewiesen. Dieser würde nicht besser werden, wenn viele ungeimpfte Pflegekräfte nicht eingestellt werden können oder gar gekündigt werden. Des Weiteren wird die Sinnhaftigkeit der Impfflicht angezweifelt. Zwar schützen Impfungen vor einem schweren Verlauf, doch Ansteckungen können auch durch die vierte und fünfte Booster-Impfung nicht verhindert werden. Auch in der Bevölkerung schwindet die Impfbereitschaft, weshalb die einrichtungsbezogene Impfflicht fragwürdig bleibt. Zuletzt werden konkrete Forderungen an das Bundesgesundheitsministerium gestellt. Bußgelder sollen bis zur Entscheidung über eine allgemeine Impflicht ausgesetzt werden, es soll eine allgemeine, oder gar keine Impfflicht geben und die personalbindende Bürokratisierung soll gestoppt werden. Die Regierung solle sich auf eine Reform des Gesundheitswesens konzentrieren und so, vorschriftsmäßige und wirksame Hygienemaßnahmen in der Pflege ermöglichen.

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