1. Deutscher Pflegerat äußert kritisch sich zum Krankenhauspflege-Entlastungsgesetz

Letzte Woche wurde der neue Entwurf zum Krankenhauspflege-Entlastungsgesetz veröffentlicht. Demnach soll dem Bundesfinanzministerium ein Mitspracherecht bei der Pflegepersonalbemessung eingeräumt werden. Dazu äußerte sich jetzt auch Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerates, kurz DPR. In ihrem Statement heißt es, sie habe kein Verständnis für ein Mitspracherecht des Finanzministers und bezweifle, dass das Gesundheitsministerium ausreichend Verantwortung für die Pflegepersonalbemessung behält. „Nicht akzeptabel“ sei der neue Entwurf laut Vogler. Außerdem kritisiert sie, dass die PPR 2.0 nicht eindeutig benannt, sondern nur auf sie verwiesen wird. In dem Statement werden noch weitere Punkte aufgeführt, zum Beispiel bezüglich der Finanzierung von Kliniken sowie weiteren Details zur PPR 2.0. Abschließend heißt es, der vorliegende Gesetzentwurf werde keine Besserungen in der Krankenhauspflege bringen. Auch der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe und die Pflegekammer Rheinland-Pfalz kritisieren den Gesetzesentwurf.

Quelle: bibliomed-pflege.de
Quelle: deutscher-pflegerat.de
Quelle: dbfk.de

2. Unklarheit über Corona-Boni für Pflegende

Ein bisher unveröffentlichter Bericht des Bundesrechnungshofes, der dem NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung vorliegt, enthält Untersuchungen zu den Finanzen des Gesundheitsministeriums während der Corona Pandemie. Daraus geht hervor, dass nicht alle Beschäftigte in Kliniken und Pflegeheimen die 2020 versprochene Corona-Prämie erhalten haben. Damals hatte Jens Spahn eine Prämie von bis zu 1500 Euro zugesichert. Die Arbeitgeber entsprechender Einrichtungen hätten die Boni beantragen, und an die Beschäftigten weitergeben müssen. Laut dem Bericht haben zahlreiche Einrichtungen die Auszahlung gar nicht erst beantragt. Zusätzlich gab es Fälle, in denen Chefs einiger Pflegeeinrichtungen die Corona-Prämie auch für sich selbst in Anspruch genommen. Der Bundesrechnungshof kritisiert, dass das Auszahlungsverfahren der Prämie anfällig für Fehler und Missbrauch sind. Dasselbe gilt für den Pflegeboni, den Gesundheitsminister Lauterbach im Juni angekündigt hatte. Der Deutsche Pflegerat hat diesbezüglich schon Kritik geäußert und sagt, die neue Prämie sei viel zu gering und die Aufteilung „völlig unverständlich und durch nichts gerechtfertigt“.

Quelle:tagesschau.de
Quelle: bibliomed-pflege.de

3. Grüne fordern 4-Punkte Krisenplan für die Gesundheitsversorgung

Gesundheitspolitiker:innen der Grünen haben einen 4-Punkte-Krisenplan herausgearbeitet und wollen die Krankenhäuser damit finanziell unterstützen. Hintergrund sind die momentan vielzähligen Herausforderungen im Gesundheitswesen wie etwa der Fachkräftemangel, steigende Energiekosten und die Inflation. Vier Punkte werden in dem Papier detailliert aufgeführt. Zum einen sollen Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen einen gezielten Energiekostenausgleich vom Bund erhalten, um die Preissteigerungen zu decken. Der inflationsbedingte Kostenanstieg von Medizinprodukten und Lebensmitteln soll jeweils zu 50% von Bund und Ländern aufgefangen werden. Des weiteren fordern die Grünen Politiker:innen nachhaltige Konzepte für die Zukunft. Die Regierung soll eine Krankenhausreform ankurbeln und neue Regelungen zur Erhaltung guter pflegerischer Versorgung erlassen. Der vierte Punkt bezieht sich auf die Klimaneutralität im Gesundheitswesen. Nötige Starthilfe solle geleistet, und langfristige zielgerichtete Investitionen getätigt werden. Ohne ein solches Maßnahmenpaket würde vielen Einrichtungen die Insolvenz drohen.

Quelle:aerztezeitung.de

4. Kritik am COVID-19-Schutzgesetz

Seit dem 17. September sind Krankenhäuser per COVID-Schutzgesetz dazu verpflichtet, Daten bezüglich der Hospitalisierungsrate und belegten Betten an das DEMIS Portal der Bundesregierung zu liefern. Die Deutsche Krankenhaus Gesellschaft, kurz DKG, hat diesbezüglich ein umfangreiches Statement veröffentlicht. Gleich zu Beginn heißt es darin, dass „die Krankenhäuser in Deutschland aktuell keine Möglichkeit haben, die […] Datenlieferungen vollständig zu erfüllen“. Mit der jetzigen Software und der digitalen Anbindung an die Gesundheitsämter sei die Datenübermittlung nicht leistbar. Die inhaltliche Definition sei außerdem unbestimmt, die digitalen Schnittstellen fehlen und der Arbeitsaufwand sei einfach zu viel für die Krankenhäuser. DKG-Chef Gerald Gaß kündigte an, dass Kliniken mit „zivilem Ungehorsam“ auf die Forderungen reagieren werden. Sollte es zu Sanktionen durch die Gesundheitsämter kommen, sichert die DKG allen Mitgliedskrankenhäusern ihre Unterstützung zu.

Quelle: bibliomedmanager.de
Quelle:dkgev.de

5. Queen Silvia Nursing Award: NOVENTIcare als Partner

Seit dem 19. September ist nun offiziell bekannt: NOVENTIcare ist stolzer Partner des Queen Silvia Nursing Awards in Deutschland. Der Pflegewettbewerb sucht jedes Jahr nach Innovationen, die das Gesundheitswesen bereichern. Auch NOVENTIcare entstand damals aus der zündenden Idee des Sohnes einer Pflegedienstleiterin. Somit freuen wir uns als Partner des Pflegeawards genau solche Ideen zu unterstützen und voranzubringen. Unsere Kollegin Silke Kopp wird die Award-Jury mit ihrer Erfahrung im Bereich der Gesundheitsökonomie unterstützen.

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