1. Gematik plant Events für Praxis Angestellte

Unter dem Namen „Gematik trifft MFA/ZFA – lunch break“ bietet die Gematik gemeinsam mit dem Verband medizinischer Fachberufe e.V. online Veranstaltungen an. Auf deren Website kann man sich noch für August und September bei verschiedenen Terminen anmelden. Bei diesen sind Expert:innen von der Gematik präsent und wollen mit euch in den Dialog gehen und Erfahrungen austauschen. Der Fokus liegt darauf, wie die Digitalisierung momentan in Arzt- und Zahnarztpraxen wahrgenommen und umgesetzt wird. Auf der Website der Gematik kann man für die Veranstaltungen anmelden.

Quelle: gematik.de

2. AOK berichtet von Defizit im ersten Halbjahr 2022

Die AOK schreibt rote Zahlen. Das erste Halbjahr 2022 wurde mit einem Defizit von 98 Millionen Euro abgeschlossen, laut einer Pressemitteilung von letzter Woche. Dazu äußerte sich die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann. Sie sagt, auch für den Rest des Jahres erwarte man keine wirkliche Aussicht auf Entspannung. Im Gegenteil, es wird prognostiziert, dass die Ausgaben immer weiter steigen und somit auch das Jahr 2023 schwierig werden kann. Laut Reimann hilft das neue GKV-Finanzierungsstabilisierungs-Gesetz nur bedingt. Es wäre nur eine kurzfristige, notdürftige Lösung und am Ende seien die Beitragszahlenden die Leidtragenden. Besonders kritisch sieht Reimann, dass im Rahmen des neuen Gesetzes auf verbliebene Rücklagen der Kassen zugegriffen werden soll. Sie spricht von unkalkulierbaren Risiken für die gesetzlichen Krankenkassen mit Folgen wie etwa steigenden Zusatzbeiträgen. Auch von möglicher Insolvenz einzelner Kassen ist die Rede. Die AOK hofft nun auf eine Nachbesserung des Gesetzes.

Quelle:aok-bv.de

3. Kritik an beschleunigter Intensivpflegeausbildung in Baden-Württemberg

Der Deutsche Pflegerat, kurz DPR, hat Kritik an neuen Modellprojekten in Badem-Württemberg geäußert. Dort werden mehrere Universitätsklinika die Weiterbildung zur Intensivpflegefachperson verkürzen, um dem Personalmangel entgegenzuwirken. Christine Vogler, Präsidentin des DPR, hält dies für eine unkluge Idee. Sie kritisiert, dass die verkürzte Ausbildung in anderen Bundesländern nicht anerkannt wird, da dort andere Regeln herrschen. Auch im Ausland wäre der neue Abschluss nicht anschlussfähig und betroffene Pflegekräfte hätten darunter zu leiden. Laut Vogler müsse die Bildungsarchitektur für die Pflege viel besser zwischen Ländern und Bund abgestimmt werden. Für sie sollte der Fokus auf der Akademisierung der Pflege sowie klar erkennbaren Spezialqualifikationen liegen. Zu guter Letzt warnte der DPR sogar „dringend“ vor den neuen Modellprojekten und empfiehlt anderen Bundesländern, diese nicht nachzumachen. Der Pflegemangel sollte nicht dazu führen, dass jedes Bundesland Sonderwege einführt und somit Pflegeberufe weiter dequalifiziert, so Vogler.

Quelle:springerpflege.de
Quelle:bibliomed-pflege.de

4. Stehen Kur- und Rehakliniken vor dem Abgrund?

Laut der Arbeiterwohlfahrt ja. Steigende Kosten in sämtlichen Bereichen und die andauernden Belastungen aus der Corona Pandemie machen den Einrichtungen zu schaffen. Der Geschäftsführer der AW Kur und Erholung, Andreas Frank, sagte, dass Kur- und Rehakliniken diesem Druck nicht mehr standhalten und die steigenden Kosten nicht finanzieren können. Allein die Energiekosten seien im Vergleich zum Vorjahr um einen sechsstelligen Betrag gestiegen. Hinzu kommt, dass seit dem 1. Juli sämtliche Corona-Hilfen für Vorsorge- und Rehaeinrichtungen gestrichen wurden. Wie man jedoch am derzeitigen Infektionsgeschehen an normalen Kliniken sehen kann, müssen strenge Hygienemaßnahmen aber weiterhin bestehen bleiben. Laut Frank müssen all diese wirtschaftlichen Einbrüche mit einem Rettungspacket abgefangen werden. Ansonsten stünde es nicht gut um Kur- und Rehakliniken. Sollte es tatsächlich zu Schließungen kommen, würde hier eine dramatische Versorgungslücke entstehen. 

Quelle:krankenkassen.de

5. Sonderleistungen für die Altenpflege

Die Ampelkoalition hat einen Änderungsantrag zu einem COVID-19 Gesetzesentwurf gestellt. Um Einrichtungen in der Langzeitpflege vor der Corona-Herbstwelle zu schützen, sind nun neue Sonderleistungen geplant. Dem Antrag zufolge sollen rund 750 Euro im Monat an eine Pflegeeinrichtung gehen. Beschäftigte, die mit Koordinierungsaufgaben im Bereich Hygiene, Impfen und Testen beauftragt sind, sollen von dem Bonus profitieren. Von Anfang Oktober 2022 bis Ende April 2023 sollen die Prämien ausgezahlt werden, jeweils zur Monatsmitte. Jede Einrichtung muss die Anzahl der Beschäftigten mit Koordinierungsaufgaben an die Pflegekasse melden, um das Geld zu erhalten.

Quelle: aerztezeitung.de

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