1. Pflege-Thermometer 2022 zur Situation in der häuslichen Intensivversorgung veröffentlicht

Wie steht es um die häusliche Intensivpflege in Deutschland? Das beantwortet jetzt das neue Pflege-Thermometer 2022 des Deutschen Instituts für Pflegeforschung. Laut den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind knapp 13 Prozent der Stellen in der außerklinischen Intensivpflege unbesetzt und 20 Prozent der Pflegekräfte wollen ihren Job schmeißen. Dazu sagt Prof. Dr. Michael Isfort, Leiter der Studie: „Der Fachkräftemangel ist auch in diesem Bereich deutlich zu spüren und belastet die Dienste und Einrichtungen gleichermaßen wie die betroffenen Familien. So müssen sie immer häufiger unbesetzte Versorgungszeiten von Diensten ausgleichen und es wird für sie zugleich schwieriger, Dienste zu wechseln oder eigenes Pflegepersonal zu organisieren.“ Die Studie wurde mit Daten von fast 700 Teilnehmenden aus dem Versorgungsbereich erhoben. Alle weiteren Infos könnt ihr in der Studie nachlesen, die ihr in den Quellen findet.

Quelle: www.dip.de
Studie: www.dip.de

2. Gematik führt Standard für „Informationstechnische Systeme in der Pflege“ (ISiP) ein

Die Gematik, also die Nationale Agentur für Digitale Medien welche sich (mitunter) um die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens kümmert, meldet Fortschritte. Ein Standard für „Informationstechnische Systeme in der Pflege“ auch kurz ISiP genannt, wurde kürzlich von der Gematik vorgestellt und soll eine deutliche Verbesserung im Pflegedatenmanagment bringen. Und was genau können wir uns darunter vorstellen? Daten im Gesundheitswesen reichen von der Patientenanamnese über Essensbestellungen bis hin zu Pflegedokumentationen. Bisher existieren mehrere unterschiedliche Datensysteme für die jeweiligen Themen und es kann kompliziert werden, wenn es um den Austausch zwischen diesen geht. Die nun veröffentlichte, erste Stufe von ISiP, beschränkt sich auf die Spezifizierung der relevanten Patientendaten und soll dazu dienen, den Datenaustausch zwischen Einrichtungen zu erleichtern, effizienter zu machen und für klarere Kommunikation zu sorgen. Wir sind gespannt!

Quelle: www.aerzteblatt.de
Quelle: www.gematik.de

3. Studie: Junge Menschen fürchten den Klimawandel am meisten

Eine aktuelle Studie zeigt: Von allen lebensbedrohlichen Gefahren, fürchten sich junge Menschen am Meisten vor dem Klimawandel. So sehen 76 Prozent der Befragten die Erderwärmung als größte Bedrohung an, gefolgt vom Ukraine-Krieg mit 64 Prozent und der Pandemie mit 50 Prozent. 

Bayern fordert mehr Klimaaktionen für die Krankenhäuser
Gegen die Probleme, die durch den Klimawandel im Gesundheitswesen verursacht werden, will Bayern nun etwas tun. Bayerns Gesundheitsminister Holetschek hat vergangene Woche die bayerische Initiative für ein Förderprogramm zur Klimareduktion von Krankenhäusern in den deutschen Bundesrat eingebracht. Er fordert ein Förderprogramm von 500 Millionen Euro für die Krankenhäuser. Das Geld soll vom Bund gezahlt werden. Holetschek sagt: „Indem wir klimafreundliche Investitionen in den Krankenhäusern fördern, gewinnen wir in doppelter Hinsicht: Wir schützen unser Klima und erhöhen zugleich die Unabhängigkeit von Energieimporten. Durch klimaschützende Investitionen in unsere Krankenhäuser können wir jährlich Millionen Tonnen CO2 einsparen. Wir entlasten die Kliniken so langfristig auch finanziell.“

Quelle: www.bayern.de

4. CDU bereitet Gesetzentwurf für Pflegekammer in Berlin vor

Die CDU bereitet gerade einen Gesetzesentwurf für eine mögliche Pflegekammer in Berlin vor. SPD und Linke stehen diesem Vorhaben kritisch gegenüber. Hier solle geprüft werden, ob Pflegekräfte in Berlin überhaupt eine Pflegekammer wollen. Für die CDU ist klar: Nur so könne die Pflege gestärkt werden.

Quelle:  www.tagesspiegel.de

5. Neue Studie: hungrig oder wütend, oder etwa hangry?

Die Anglia Ruskin University in Cambridge hat eine Studie durchgeführt, um den Mythos „hangry“ zu überprüfen. Das Wort „hangry“ setzt sich aus den englischen Wörtern „hungry“ und „angry“, also hungrig und wütend, zusammen. Die Universität wollte herausfinden, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Hungergefühl und negativen Gefühlen gibt und konnte dies nun bestätigen. Wer von uns kennt das nicht? Kurz vor der Frühstückspause kommt noch ein dringender Auftrag rein, eine wichtige Mail, oder ein Patient klingelt und so langsam stellt sich ein Gefühl von Gereiztheit ein. Einer der leitenden Wissenschaftler der Studie erklärt dieses Phänomen und sagt, dass das Gehirn Emotionen nicht mehr so gut kontrollieren kann, wenn es zu einem Blutzuckerabfall kommt. Etwas Kleines zu essen, könnte daher die Lösung für negative Gefühle sein. Also, wenn euch das nächste Mal ein Kollege oder eine Kollegin genervt von der Seite anmacht, nehmt es nicht persönlich und bietet der Person einen Müsliriegel an oder leitet die Frühstückspause ein.

Quelle: www.krankenkassen.de

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