1. Lauterbach bekennt sich zu PPR 2.0

Karl Lauterbach hat vergangene Woche angekündigt, dass die neue Pflegepersonalregelung, namens PPR 2.0., bald kommen soll. Er sagte: „Wir werden PPR 2.0 einführen. Das verspreche ich an dieser Stelle.“ Das Konzept wurde bereits in der vergangenen Legislaturperiode von der Deutsche Krankenhausgesellschaft, ver.di und dem Deutsche Pflegerat entwickelt. Das Konzept sieht vor, Patientinnen und Patienten täglich in je vier Grund- und Spezialpflege-Leistungsstufen einzuteilen. Jeder Stufe ist dabei einem Minutenwert zugeordnet. Hinzu kommen Grund- und Fallwerte als Basis. In der Summe ergibt sich so ein Zeitwert pro Patient:in, der den Pflegepersonalbedarf abbildet. Der zusammengefasste Wert aller Patientinnen und Patienten ergibt dann den Pflegepersonalbedarf des Hauses.

Deutscher Pflegerat begrüßt die Entscheidung und erwartet Umsetzung des gemeinsamen Vorschlags

Der Deutsche Pflegerat begrüßt das Vorhaben von Karl Lauterbach. Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats sagt dazu: „Die PPR 2.0 ist der Startpunkt, um eine gute Pflege am Bedarf der Patient:innen zu erreichen. Das ist dringend notwendig, um die qualitative Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen und eine Überlastung der Pflegefachpersonen zu vermeiden.“

Quelle: www.hcm-magazin.de

Quelle: www.www.lifepr.de

2. Lauterbach: Privatisierung von Pflegeeinrichtungen war falsch

Gesundheitsminister Karl Lauterbach sagte vor einigen Tagen in einem Gespräch mit dem Journalisten Günter Wallraff für

ein RTL-Format, dass er die Privatisierung von Pflegeeinrichtungen für falsch hält. Er sagte: „Rückblickend hätte ich es richtig gefunden, wenn die Pflege einfach eine kommunale Aufgabe geblieben wäre. Wir wissen gar nicht genau, wem gehören diese Pflegeeinrichtungen überhaupt, wer macht mit diesen Pflegeeinrichtungen überhaupt im Moment Gewinn.“

Quelle: www.krankenkassen.de

3. Fachkräftemangel im deutschen Gesundheitswesen 2022PwC-Studie: Deutschland steuert auf einen Personalnotstand zu, der die Gesundheitsversorgung in Deutschland gefährdet. 

Das Beratungsunternehmen PwC hat analysiert, wie es um das Personal im Gesundheitswesen steht. Laut PwC können sich nur 30 Prozent der Ärzt:innen und Pflegekräfte vorstellen, ihren Beruf bis zur Rente auszuüben. Dabei existieren knapp 1,8 Millionen offene Stellen im Gesundheitswesen, die im Jahr 2035 voraussichtlich nicht mehr besetzt werden. Außerdem klagen 72 % der Ärzt:innen und Pflegekräfte über körperliche Belastung. So sei insgesamt das Bild von Pflege bedenklich negativ geprägt, gerade erfahrenen Kräften scheint im Laufe der Zeit der berufliche Idealismus verloren zu gehen: Dass man in Gesundheitsberufen Menschen helfen kann, bestätigen nur 28 Prozent. Ein wichtiges Signal für mehr Wertschätzung wäre ein angemessenes Gehalt. Damit ließe sich insbesondere die Gruppe derer für die Pflege anwerben, die als „stille Reserve“ gilt: Wechselwillige mit Interesse an der Pflege, Arbeitslose und Absolvent:innen mit Schulabschluss in den vergangenen drei Jahren. Fragt man diese Gruppe, welche Bedingungen sich verbessern müssten, damit sie bis zur Rente in der Pflege bleiben, nennen 68 Prozent die Bezahlung. An zweiter Stelle stehen bessere Arbeitszeiten, an dritter Stelle eine bessere personelle Ausstattung. Um diese Zielgruppe zu gewinnen, müssten Unternehmen also mit Gehaltsanreizen arbeiten. Diese sind auch für erfahrene Kräfte wichtig, werden aber nur von 41 Prozent genannt.

Quelle: www.pwc.de

4. Private Anbieter fordern «Inflationszuschuss» für die Pflege

Private Altenpflege-Anbieter fordern angesichts stark steigender Preise einen „Inflationszuschuss“ von der Bundesregierung für die Pflege. So sagt der Präsident des Arbeitgeberverbands Pflege (AGVP), Thomas Greiner: „Auf die Pflegebedürftigen, ihre Angehörigen und die Unternehmen rollt ein Kosten-Tsunami zu.“ So fordert der Verband einen Inflationszuschuss von 25 Prozent für die gestiegenen Sachkosten, zu denen zum Beispiel die Unterkunft und Verpflegung zählen würden. 

Quelle:  www.krankenkassen.de

5. Krankenhaus Rating Report 2022: Wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser hat sich 2020 durch Pandemie-Hilfen verbessert

Vergangene Woche fand der größte Kongress für die Gesundheitswirtschaft in Deutschland, der Hauptstadtkongress, statt. Hier wurde auch der Krankenhaus Rating Report 2022 vorgestellt. So habe sich die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser im Jahr 2020 deutlich verbessert. Nur noch 7 Prozent lagen im „roten Bereich“ mit erhöhter Insolvenzgefahr, heißt es vom Leibnitz Institut für Wirtschaftsforschung. Auch ihre Ertragslage sei besser geworden, nur noch 28 Prozent der Kliniken schrieben auf Konzernebene einen Jahresverlust. Maßgeblich für die bessere wirtschaftliche Lage der Kliniken waren allerdings keine langfristig wirksamen strukturellen Veränderungen, sondern die Ausgleichszahlungen und andere Hilfen von Bund und Ländern im Rahmen der COVID-19-Pandemie. Das deutsche Gesundheitswesen stehe weiterhin vor gewaltigen Herausforderungen, für die es gegenwärtig nicht gerüstet sei. 

Quelle: www.rwi-essen.de

6. FACHPFLEGEKONGRESS | OP-TAG: VOR-PROGRAMM IST ONLINE

Das Programm des Deutschen Fachpflegekongress ist ab sofort online einsehbar. Das zweitägige Vortragsprogramm des DFK findet am 22. und 23. September im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland in Münster statt und umfasst die Bereiche Intensivpflege, Anästhesie und OP-Pflege. Ergänzt wird das Vortrags-Programm um mehrere Praxisworkshops, die sich unter anderem mit den Themen Säuglingsreanimation oder Hirndruck, Hirndrainage, Neuromonitoring befassen.

Quelle: www.dgf-online.de

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