1. Pflegebevollmächtigte für Pflichtdienst für junge Menschen

Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll, spricht sich für einen Pflichtdienst für junge Menschen im Bereich der Pflege aus. Damit schließt sie sich der Forderung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an, der sich vor einiger Zeit für einen Pflichtdienst im sozialen Bereich ausgesprochen hat. Dabei sprach Claudia Moll aktuell von wertvollen Einblicken in sozialen Bereichen. Sie sagt: „Das dient der Persönlichkeitsbildung, baut Vorurteile ab und öffnet den Blick auf die Belange von Menschen, die gesundheitlich beeinträchtigt oder sozial benachteiligt sind und auf die, die sich beruflich oder auch privat im sozialen Bereich engagieren.“ Sie sieht darin auch die Chance, junge Menschen im Anschluss für die Arbeit in sozialen Bereichen zu gewinnen.

Quelle: www.krankenkassen.de

2. Pflegekräfte sollen mehr Karrierechancen bekommen

Um mehr Menschen für einen Beruf in der Pflege gewinnen zu können, wirbt Niedersachsens Sozialministerin Daniela Behrens dafür, mehr Aufstiegschancen in der Branche zu ermöglichen. So sagt sie: „Wir haben keine Probleme, junge Menschen für die Pflege zu finden.“ Allerdings könnten viele Beschäftigte nicht langfristig gehalten werden. Die Meisten gehen nach zehn bis zwölf Jahren aus der Pflege raus, weil sie sagen, dass sie nicht mehr können würden. Ein Ansatz das zu ändern sei es, mehr Qualifikationsstufen zu schaffen - als Pflegehelfer:in, Pflegeassistenz oder Pflegefachkraft. Die Bezahlung sei mittlerweile wegen der von September an geltenden Tarifgebundenheit nicht mehr die größte Herausforderung. Allerdings müsse sich die Pflege gegenüber anderen Berufen behaupten, in denen ebenfalls ein Fachkräftemangel herrsche.

Quelle: www.krankenkassen.de

3. Kein Koalitionsvertrag mehr ohne verbindliche Vorgaben für den Nachtdienst in Pflegeheimen

Kein Koalitionsvertrag mehr ohne verbindliche Vorgaben für den Nachtdienst in Pflegeheimen! – Das fordert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe. Laut des DBfKs gebe es aktuell überhaupt in nur vier Bundesländern verbindliche Vorgaben für die Besetzung mit Pflegefachpersonen in den Nachtstunden. Die anderen zwölf Bundesländer würden das ungeregelt lassen. Das würde katastrophale und gesundheitsgefährdenden Folgen mit sich bringen. So dürfte in Nordrhein-Westfalen beispielsweise eine Pflegefachperson in der Nacht theoretisch mehr als 100 pflegebedürftige Bewohner:innen versorgen. Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest sagt dazu: „Es gibt keine verbindlichen Vorgaben, die das untersagen. Das zeigt sehr deutlich, dass die Personalsituation in der stationären Langzeitpflege dringend gesetzlich geregelt werden muss.“ Als praktikable Regelung für die anstehenden Koalitionsverträge in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein schlägt der DBfK eine Kombination der Vorschriften Bayerns und Baden-Württembergs vor: Für je 40 Bewohner:innen muss mindestens eine Pflegefachperson in den Nachtstunden anwesend sein. Bei Erfüllung bestimmter Kriterien wie z.B. einer großen Zahl von Heimbewohner:innen mit hohem Pflegegrad oder vermehrter nächtlicher Unruhe sinkt die Quote auf 1:30. Bei 80 bzw. entsprechend 60 Bewohner:innen ist die Anwesenheit einer Pflegefachperson sowie zusätzlich die einer qualifizierten Pflegeassistenz verpflichtend.

Quelle: www.dbfk.de

4. Uniklinikum Heidelberg: Kampagne wird ausgezeichnet 

Herzlichen Glückwunsch ans das Universitätsklinikum in Heidelberg. Die Kampagne der Klinik „Wir sind intensiv“ ist mit dem German Brand Award 2022 in Gold ausgezeichnet worden. Ziel der Kampagne war es Pflegefachpersonen zu gewinnen und die Bedeutung des Pflegeberufes hervorzuheben. Die Jury begründet ihre Entscheidung mit den Worten: „Die Kampagne vom Universitätsklinikum Heidelberg ›WIR SIND INTENSIV‹ lässt engagierte Pfleger:innen zu Wort kommen und sie von ihrer Arbeit erzählen. Die Ergebnisse sind authentische Geschichten von authentischen Menschen, die inspirieren und Neugier wecken. Eine bemerkenswerte Kampagne, die aus erster Hand Einblick in die spannende Arbeit von Pfleger:innen gewährt und einen mehr als intensiven Eindruck hinterlässt“. Mehr dazu unter:  www.wir-sind-intensiv.de

5. Corona-Expert:innenrat fordert Kommission gegen Pflegepersonalmangel

Der Corona-Expert:innenrat der Bundesregierung fordert eine Kommission gegen den Pflegepersonalmangel. Die 19 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gaben dazu eine Stellungnahme heraus und betonten in dieser, dass es für die nächste mögliche Corona-Welle im Herbst eine bessere Organisation auf den Pflegestationen geben müsste. Eine wiederkehrende derartige Belastung würde weiter zu hohen Abgängen in der Pflege führen. Der Expert:innenrat fordert deshalb eine Kommission, die sich umgehend Lösungen und Pläne überlegt. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sagt dazu: „Wir werden dieses Gutachten auswerten und auf Grundlage des Gutachtens zeitnah zu Empfehlungen kommen, mit denen wir den Herbst vorbereiten.“

Quelle: www.bibliomed-pflege.de

6. Nachwuchs-Pflegemanager*in des Jahres. Jetzt nominieren!

Die Nominierung für den oder die beste/n Pflegemanager:in des Jahres ist geöffnet. Nominieren Sie ab jetzt Personen beim Bundesverband Pflegemanagement. 

Der Verband sucht ab sofort die oder den Nachwuchs-Pflegemanager:in des Jahres 2022. Bis zum 30. September können Nominierungen abgegeben werden.  

Den oder die Gewinner:in erwarten Preise wie Führungskräftetrainings, Buchgutscheine, Hotelübernachtungen und vieles mehr.  

Wir wünschen allen Nominierten viel Erfolg!  

Quelle: www.bv-pflegemanagement.de
Quelle: www.bibliomed-pflege.de

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