1. Neue Kooperation für gesunde Pflegekräfte in Sachsen

Für Pflegekräfte in Sachsen haben die Krankenkassen und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. gemeinsam eine neue Kooperation für Betriebliche Gesundheitsförderung beschlossen. Damit erhalten nun mehr als 800 Pflegeeinrichtungen im Freistaat Zugang zu konkreten Maßnahmen der Gesundheitsförderung, beginnend mit einer kostenfreien Erstberatung. Mit der Kooperation sollen Pflegekräfte unterstützt werden, ihren Beruf langfristig gesund auszuüben. Mit der Zusammenarbeit sind gemeinsame Informationsveranstaltungen, Fachvorträge sowie einrichtungsindividuelle Beratungen zur Umsetzung von betrieblicher Gesundheitsförderung im Unternehmen vorgesehen. Damit soll auch einem vorzeitigen Ausstieg aus dem Pflegeberuf entgegengewirkt werden. Nun wurde dafür ein BGF-Koordinierungsstelle eingeführt.

Quelle: www.bpa.de

2. Sexuelle Belästigung in der Pflege

Ein wichtiges Thema flächendeckend angehen, will die Pflegebeauftragte der Bundesregierung Claudia Moll. Es geht um sexuelle Belästigung in der Pflege. In einem Interviewbeitrag des Mittagsmagazins der ARD fordert sie, dass mehr Gesprächspersonal dafür bereitgestellt werden solle. Die Arbeitgeber seien verpflichtet, sich um das Thema zu kümmern. In dem Beitrag wurde eine Studie aus 2021 zitiert, die besagt, dass über 70 Prozent der Pflegekräfte schon mindestens einmal mit verbaler sexueller Belästigung konfrontiert wurden, die Hälfte von ihnen hat körperliche Übergriffe schon mal erlebt.

Quelle: www.daserste.de

3. Abgeordnetengruppe will Sterbehilfe neu regeln

Ein weiteres brisantes Thema ist die Sterbehilfe. Nun hat sich eine Abgeordnetengruppe zusammengeschlossen, die die Sterbehilfe neu regeln möchte. Die fraktionsübergreifende Gruppe von Bundestagsabgeordneten hat einen Gesetzentwurf für eine Sterbehilferegelung vorgelegt. Es heißt: „Menschen, die selbstbestimmt sterben möchten, brauchen endlich Rechtssicherheit." Sie würden bundesweit niedrigschwellige Beratungsangebote benötigen, ebenso wie transparente Möglichkeiten, Medikamente zur Selbsttötung zu erhalten. Die Gruppe fordert ein Netzwerk von freien Beratungsstellen, die über Sterbehilfe aufklären, aber auch Alternativen zum Freitod aufzeigen.

Quelle: www.bibliomed-pflege.de

4. Lauterbach kündigt Digitalstrategie mit Mehrwert an 

Aktuell findet in Berlin die größte Messe zur Digitalisierung im Gesundheitswesen, die DMEA, statt. Die Schirmherrschaft hat dazu unser Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach übernommen. In seiner Keynote am vergangenen Dienstag betonte er, dass er sich auch als Digitalisierungsminister verstehen würde. Er möchte sich nun stärker mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen und dazu auch die Gesundheits-IT stärker miteinbeziehen. Da sehe er sich in der Bringschuld. Lauterbach sagt: „Das deutsche Gesundheitssystem lässt sich nicht weiterentwickeln, ohne dass wir einen strategischen Ansatz fahren!“ Außerdem kündigte er eine weitere Funktion der Telematik-Infrastruktur an: „Die elektronische Patientenakte ist und bleibt die Kernanwendung in der TI. Als Arzt benötige ich hier aber eine Suchfunktion, um relevante Befunde zu finden und Zeit zu sparen.“

Quelle:www.aerztezeitung.de

5. Pflegekräfte im Corona-Jahr 2021 besonders lange krank

Laut der Krankenkasse KKH seien Pflegekräfte 2021 besonders lange krank gewesen. Aufgrund der gestiegenen Arbeitsbelastung während der Corona-Pandemie hat sich die Situation von Berufstätigen in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen noch einmal verschärft. Laut KKH-Daten fehlten Beschäftigte dieser Berufsgruppe im vergangenen Jahr im Schnitt 22,8 Tage pro Krankheitsfall – so lange wie noch nie in den vergangenen Jahren. Andere Arbeitnehmer:innen fehlten 2021 durchschnittlich 17,1 Tage. Auch der Krankenstand bei Pflegekräften war im Corona-Jahr 2021 mit 8,8 Prozent überdurchschnittlich hoch. Der Bundesdurchschnitt für alle Berufsgruppen lag bei fünf Prozent.

Quelle: www.kkh.de

6. Fristlose Kündigung wegen gefälschten Impfpasses möglich

Das Arbeitsgericht in Köln hat entschieden, dass eine fristlose Kündigung in Pflegeeinrichtungen aufgrund von gefälschten Impfpässen rechtsgültig ist. Grund dafür war eine Klage einer Frau, die von ihrem Arbeitgeber fristlos gekündigt wurde, weil sie einen gefälschten Impfpass vorzeigte. Die Kammer des Arbeitsgerichts Köln sieht die Kündigung durch einen erforderlichen wichtigen Grund gerechtfertigt. Gegen das Urteil kann noch Berufung zum Landesarbeitsgericht Köln eingelegt werden.

Quelle: www.lto.de

7. Analyse: Größere Erfolgschancen in spezialisierten Krebs-Zentren

Bei Krebsbehandlungen bestehen laut einer Analyse der Krankenkasse AOK in spezialisierten Zentren größere Erfolgsaussichten, als in Kliniken ohne besondere Zertifizierung. Eine deutlich geringere Sterblichkeit habe sich etwa bei Gebärmutterhalskrebs, Lungenkrebs und Brustkrebs gezeigt, teilte der Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen am Dienstag mit. Ausgewertet wurden den Angaben zufolge für rund eine Million Behandlungsfälle von 2009 bis 2017 bundesweite Abrechnungsdaten von AOK-Versicherten sowie Daten der klinischen Krebsregister Regensburg, Dresden, Erfurt und Berlin-Brandenburg. Dabei zeigten die Ergebnisse, dass von einer Zentrumsbehandlung Patientinnen und Patienten mit früheren Tumorstadien stärker profitierten als Patientinnen und Patienten mit Tumoren in fortgeschrittenem Stadium.

Quelle: www.aok-bv.de

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